Carbon Accounting

Scope-1-Emissionen

Scope-1-Emissionen sind direkte Treibhausgasemissionen aus Quellen, die einem Unternehmen gehören oder von ihm kontrolliert werden. Sie stellen die am einfachsten zu messende Emissionskategorie dar und sind in nahezu allen Rahmenwerken zur CO₂-Berichterstattung verpflichtend.

Häufige Quellen von Scope-1-Emissionen umfassen:

  • Stationäre Verbrennung: Verbrennung fossiler Brennstoffe in Kesseln, Öfen oder Generatoren auf dem Betriebsgelände
  • Mobile Verbrennung: Kraftstoffverbrauch durch unternehmenseigene Fahrzeuge (Pkw, Lkw, Flugzeuge)
  • Prozessemissionen: Bei industriellen Prozessen freigesetzte Stoffe (z. B. Zementherstellung, Kältemittelleckagen)
  • Flüchtige Emissionen: Unbeabsichtigte Freisetzungen aus Anlagen wie Klimasystemen oder Gasleitungen

Nach dem GHG Protocol müssen Scope-1-Emissionen entweder anhand von Aktivitätsdaten (z. B. verbrauchte Liter Kraftstoff multipliziert mit Emissionsfaktor) oder durch Direktmessung mittels kontinuierlicher Emissionsüberwachungssysteme berechnet werden.

Für die CSRD-Berichterstattung werden Scope-1-Emissionen gemäß ESRS E1 offengelegt und müssen in metrischen Tonnen CO₂-Äquivalent (tCO₂e) angegeben werden. Dabei sind alle sieben vom Kyoto-Protokoll definierten Treibhausgase abzudecken.

Scope 1 macht bei dienstleistungsorientierten Unternehmen typischerweise einen kleineren Anteil der Gesamtemissionen aus, kann aber bei Fertigungs-, Energie- und Transportunternehmen die dominierende Kategorie sein. Die Reduktion von Scope-1-Emissionen umfasst häufig die Elektrifizierung von Fuhrparks, den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen und die Verbesserung der betrieblichen Effizienz.

Die automatisierte Datenerfassung von Dcycle vereinfacht die Scope-1-Messung durch direkte Anbindung an Versorgungs- und Fuhrparkmanagementsysteme.