CSRD

Auswirkungsbezogene Wesentlichkeit (Impact Materiality)

Die auswirkungsbezogene Wesentlichkeit (Impact Materiality) ist eine der beiden Dimensionen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse, die im Rahmen der CSRD erforderlich ist. Sie bewertet, wie sich die Aktivitäten, Produkte und Geschäftsbeziehungen eines Unternehmens auf Menschen und Umwelt auswirken.

Die auswirkungsbezogene Wesentlichkeit berücksichtigt:

  • Tatsächliche Auswirkungen: Effekte, die bereits eintreten (z. B. aktuelle CO₂-Emissionen, bestehende Arbeitsunfälle)
  • Potenzielle Auswirkungen: Effekte, die aufgrund der Unternehmenstätigkeiten eintreten könnten (z. B. Verschmutzungsrisiko durch eine neue Anlage)
  • Wertschöpfungskette: Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, nicht nur im direkten Geschäftsbetrieb

Auswirkungen werden anhand ihres Schweregrads bewertet, der sich aus drei Faktoren zusammensetzt:

  1. Ausmaß: Wie bedeutend ist die Auswirkung?
  2. Umfang: Wie weitreichend ist sie?
  3. Unumkehrbarkeit: Wie schwierig ist es, die Auswirkung rückgängig zu machen?

Bei potenziellen Auswirkungen wird zusätzlich zum Schweregrad auch die Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigt.

Ein Nachhaltigkeitsthema gilt aus Auswirkungsperspektive als wesentlich, wenn die Auswirkungen des Unternehmens auf dieses Thema den definierten Schweregrad-Schwellenwert erreichen oder überschreiten. Diese Bewertung bestimmt zusammen mit der finanziellen Wesentlichkeit, welche ESRS-Themen in den CSRD-Bericht aufgenommen werden müssen.